Kleines Fotostudio

Wenn man sein Kunstwerk aus Zucker, Kuchen und Schokolade fertig gestellt hat ist man stolz und froh es geschafft zu haben.
Da darf ein tolles Foto für das eigene Album, die Webseite oder Community nicht fehlen.
Um ein gutes Licht und einen schönen Hintergrund zu bekommen bedarf es einer kleinen Investition die dann lohnt, wenn man regelmäßig Zuckerwerke ins Netz stellt, sei es Privat oder Gewerblich.
Kurz vorweg:
Ich kann das Thema  sicherlich nur anreissen und nicht alle Bereiche besprechen oder klären. Dafür ist das Thema viel zu komplex und umfangreich und mir selbst fehlt der tiefere Einblick und die nötige Erfahrung.
Mit dem Beitrag möchte ich jedoch dazu anregen, selbst kreativ zu werden und sich mit der Objektfotografie ausainender zu setzen.
Es bedarf viel Geduld, Zeit, Recherche und Übung gute Bilder zu erzeugen, jedoch nicht einem rieisigen Geldbeutel.

Hintergründe:

Natürliche Hintergründe:
Wenn man einen schönen Garten, eine ansprechende Haus- oder Schuppenwand besitzt, kann man diese als wunderbaren Hintergrund einsetzen.
Jahres- und Tageszeiten und das Wetter selbst setzen uns jedoch hier Grenzen.
Deshalb ist es gut von diesen Faktoren unabhängig arbeiten zu können.

Feste Hintergründe:
Als weitere Option bieten sich die eigenen 4 Wände an.
Besitzt man eine optisch neutrale Wand (kein Raufaser das wirkt zu unruhig) oder eine dezente Farb-/Mustertapete, kann diese als Hintergrund genutzt werden.
Allerdings kann bei sehr farbigen Hintergründen das zu fotografierende Motiv ggf. unter gehen oder sich farblich beißen  (es gibt Farbkombinationen die man meiden sollte).

Mobile Hintergründe:
Mobil heißt nichts anderes als: fast überall anwendbar und jederzeit austauschbar.
1. Mit einer dicken Pappe, OSB- oder anderen Holzplatte kann man schon viel erreichen.
Die Größe der Platte hängt vom zu fotografierenden Objekt ab.
Solche Platten kann man von beiden Seiten farblich anmalen oder tapezieren.
Somit hat man 2 Hintergründe in einem.
Leider ist diese Variante sehr sperrig denn die Platte lässt sich nicht platzsparend verstauen.
2. Mit Stoff kann man große Hintergründe erzeugen. Man bekommt sie in allen Farben und Mustern und kann diese Platzsparend verstauen.
Der Nachteil sind die Falten. Vor jeder Benutzung muss der Stoff glatt gebügelt werden, denn Falten sehen auf Fotos nicht schön aus es sei denn, man möchte einen chrunch Effekt erzeugen (geknitterter Hintergrund).
3. Eine kostengünstige Variante sind Tapeten. Sie gibt es in allen Farben und Formen und der Hintergrund kann wieder zusammen gerollt werden.
Allerdings sind Tapeten in der Breite sehr schmal so dass das Fotografieren größerer Objekte kaum möglich ist, ohne dass rechts und links ein Rand zu sehen ist.
4. Eine weitere Option bieten Papiertischdecken. Sie gibt es ebenfalls in allen Farben und sie bieten eine große Hintergrundfläche.
Ein Nachteil ist der Grad der Reflektion des Lichts. Da viele Papiertischdecken filzartig strukturiert sind, können diese das Licht schlucken.
5. Fotohintergründe sind speziell für die Fotografie gedacht und in allen erdenklichen Farben zu bekommen. Allerdings ist hier auch der Preis um einiges höher.

Ich selbst habe mich, nach Einsatz von Garten, Hauswand und Tapete für die Papiertischdecken entschieden.
Für eine ausreichende Belichtung des Objektes  sorge ich mit entsprechenden Lampen und einer Anpassung der Belichtungszeit.
Inzwischen besitze ich gut 7 verschiedene Farben aber als Basisausstattung reichen Weiß, Schwarz  und Grau.
Bei allen kräftigen Farben muss man darauf achten, dass das Objekt keinen Farbstich durch den Hintergrund bekommt.
Ein unifarbener Hintergrund mag im ersten Moment langweilig erscheinen, rückt aber das Objekt in den Fokus.

Befestigung der Hintergründe:
Für die Befestigung der Hintergründe gibt es verschiedene Optionen.
Ich habe lange mit Panzerband die Hintergründe an die Möbel geklebt, was mein Mann nicht wirklich lustig fand.
Deshalb bietet sich ein sogenanntes Hintergrundsystem dafür an.
Diese lassen sich schnell auf- und abbauen und sind platzsparend. Bei Amazon bekommt man diese ab 30 Euro aufwärts.
Es gibt darüber hinaus die Möglichkeit mit einem Rollensystem an der Wand zu arbeiten. Dieses muss jedoch fest installiert werden und ist teuer als die mobile Variante.

Belichtung:

Auch wenn man es zuerst nicht vermutet: die richtige Belichtung ist die halbe Miete.
Man kann zu Beginn mit einfachen Schreibtischlampen oder Baustrahlern arbeiten, benötigt jedoch immer 2 Lichtquellen.
Bei der Schreibtischlampe kann die Lichtstärke nicht ausreichend sein und der Baustrahler ist sehr grell. Bei letzterem kann man durch Abdecken der Lichtquelle mit Pergamentpapier  das Licht weicher bekommen.
Eine weitere Option bieten Fotolampen. Es gibt teure und es gibt günstige Varianten ab 30 Euro. Natürlich gibt es nach oben hin einiges an Spielraum. Die Günstigen sind jedoch für den alltäglichen Gebrauch vollkommen ausreichend.
Sie leuchten das Objekt weiträumig, hell und mit weichem Licht aus.
Wie man das Objekt am besten belichtet ist eine Kunst für sich die sich nicht in ein paar Sätzen erklären lässt.
Am besten ist man liest sich durch das Netz zum Thema Objektfotografie und Ojektbelichtung.
Ebenso gibt es Bücher und Zeitschriften oder auch Workshops die man besuchen kann zum Thema Food Fotografie.

 

Kamera:

Grundsätzlich sind alle modernen Handys gute Kameras die für den Einstieg vollkommen ausreichend sind.
Viele meiner Bilder entstehen mit dem Handy. Hierbei macht die Software vieles automatisch.
Wer mit einer Spiegelreflexkamera arbeiten will muss sich in die Materie der Fotografie einarbeiten. Sie bietet jedoch um ein vielfaches mehr an Möglichkeiten.

Fotonachbearbeitung:

Die Bearbeitung der Bilder ist kaum zu vermeiden.
Das Zuschneiden, gerade rücken, ggf. nachschärfen und Wasserzeichen einfügen sind die häufigsten Tools.
Es gibt riesige Programme wie Photoshop die Geld kosten.
Es gibt aber auch gratis Programme wie alte Versionen von Photoshop und  Lightbox
Ebenso gratis Wool Wizz, Pics Art, Paint.net u.v.m.
Was sinnvoll ist oder nicht ist eine Sache des persönlichen Geschmacks.
Ich selbst bin ein Fan von wenig Bildbearbeitung sprich ich versuche das Bild bei der Fotografie so optimal wie möglich hin zu bekommen, um lediglich die oben genannten Schritte durchführen zu müssen.
Als Fotoprogramme nutze ich Paint.net oder eine alte und kostenlose Version von Photoshop.

LG   Jenny

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